Veteranentag? Nein danke!

Samstag, 25. Juli 2026 -   10:00 Uhr
Ort : Landshut, Altstadt (vor Residenz)

"Militarisierung bringt keine Sicherheit" und "Aufrüstung zerstört den Sozialstaat" - Kundgebung der Friedensinitiative Landshut gegen die erstmals in Landshut stattfindenden Feierlichkeiten zum nationalen Veteranentag.

Aufruf:

Am 25. Juli wird von Stadt und Landkreis Landshut der Nationale Veteranentag u.a. mit einem Festakt im Rathausprunksaal gefeiert. Laut Bundesregierung soll er der „Wertschätzung und Anerkennung“ aktiver und ehemaliger Soldat:innen der Bundeswehr dienen.

Aus unserer Sicht ist der Veteranentag Teil einer Entwicklung, die Militär, „Kriegstüchtigkeit“ und nationale Wehrhaftigkeit tiefer in der Gesellschaft verankern soll. Dass in den verteidigungspolitischen Leitlinien ausdrücklich eine „Veteranen- und Gefallenenkultur“ gefordert wird, zeigt die politische Stoßrichtung deutlich. Der Veteranentag soll dazu beitragen, den Beruf des Soldaten als besonders ehrenvolle und vorbildhafte Lebensentscheidung darzustellen. Die Bundeswehr ist jedoch kein normaler Arbeitgeber, denn dort wird man ausgebildet, um zu töten. Gerechtfertigt wird das damit, dass man ja für eine gerechte Sache kämpft und nur Feind:innen getötet werden. Letztlich kämpft man aber gegen Menschen, denen genau das gleiche erzählt wurde. Während Politik und Bundeswehr den Veteranentag als Zeichen der Wertschätzung präsentieren, wird dabei das Militär romantisiert. Realität ist aber, dass Soldat:innen die Folgen militärischer Einsätze ein Leben lang mit sich tragen. Traumatische Erfahrungen, psychische und körperliche Verletzungen sowie soziale Probleme gehören für viele Veteran:innen zum Alltag.

Der Veteranentag ist kein Beitrag zum Frieden. Stattdessen sollte die Stadt Landshut jährlich am 8.Juli ein Friedensfest feiern. Schließlich ist sie Mitglied im internationalen Friedensnetzwerk „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden).

  • Abschaffen des Veteranentags und des Bundeswehrtags
  • Keine Wehr- und allgemeine Dienstpflicht!
  • Kein Werben fürs Töten und Sterben!
  • Schutz und Asyl für alle Kriegsdienstverweigerer und
    Deserteure auch aus Russland und der Ukraine!

Mehr zum Thema Kriegsdienstverweigerung unter: www.verweigern.info

Militarisierung bringt keine Sicherheit

Die Begriffe Zeitenwende und Kriegstüchtigkeit stehen für eine umfassende Militarisierung von Politik und Gesellschaft.
Die Wehrpflicht wird reaktiviert, ein allgemeiner Pflichtdienst wird angestrebt. Die Bundeswehr wirbt an den Schulen, Katastrophenschutz soll Unterrichtsfach werden. Das Gesundheitswesen wird zugunsten militärischer Interessen umgebaut. Die zivilen Belange sind den militärischen Zielen stets untergeordnet.

Begründet wird diese enorme Aufrüstung mit einem angeblich bevorstehenden Angriff durch Russland auf NATO-Gebiet. Doch schon heute ist die NATO Russland militärisch deutlich überlegen, wie eine Studie renommierter Friedensforscher im Auftrag von Greenpeace 2024 eindeutig nachwies. Die Aufrüstung generiert atemberaubende Profite für wenige auf Kosten aller. Rüstungskonzerne und die waffenexportierenden Staaten verdienen an Kriegen, Kriegsverbrechen und Völkermorden.

Aufrüstung zerstört den Sozialstaat

Die Rüstungsausgaben der BRD einschließlich Sondervermögen und Ukrainehilfe betrugen 2024 85 Mrd. Euro und sind für 2026 auf 120 Mrd. Euro festgelegt. Das entspricht ca. 25 % des Bundeshaushalts. Bis 2029 sollen die Kosten auf 152,8 Mrd. Euro (ohne Ukrainehilfe) steigen.

Eine der Folgen davon ist die Abschaffung des Sozialstaats. Die Hochrüstung führt zu Kürzungen in allen Bereichen, die für das Leben wichtig sind: Gesundheit, Bildung, Soziales, zivile Infrastruktur sowie Umwelt- und Klimaschutz.

 
 

Termine

21.07.26 | 19:30 - 22:00
| Lesung

Lest mich - Geschichten aus der Geschichte - von Oskar Maria Graf
Dorfen, GIKS
25.07.26 | 10:00
| Kundgebung

Veteranentag? Nein danke!
Landshut, Altstadt (vor Residenz)
3.08.26 | 19:30
| Arbeitstreffen

AGI Arbeitstreffen
Dorfen, GIKS
17.08.26 | 19:30
| Arbeitstreffen

AGI Arbeitstreffen
Dorfen, GIKS

"Die majestätische Gleichheit vor dem Gesetz verbietet es Reichen wie Armen, unter den Brücken zu schlafen, Brot zu stehlen und auf den Straßen zu betteln"

Anatole France