Donnerstag, 12.02.26: Streik am Ende der Welt

In der Reihe "Der politische Film" zeigt die AG Film die aktuelle Doku "Streik am Ende der Welt".

In der Stadt Río Grande auf den Feuerland Inseln befindet sich der größte Technologiepark Argentiniens und der südlichste der Welt. Jeden Monat werden hier 600.000 Handys und 200.000 Fernseher produziert. 

Im Mai 2025 traten 10.000 Arbeiter*innen in den Streik. Auslöser war die Gefährdung ihrer Arbeitsplätze durch die ultraliberale Politik des seit zwei Jahren amtierenden Präsidenten und Trump-Spezi Milei.

Vor dem Film gibt es eine Einführung und danach ein gemeinsames Filmgespräch.

Ort: Kinocafé Taufkirchen
Veranstalter: AG Film im GIKS
UKB: € 7.-

Mitfahrgelegenheit von Dorfen um 19:30 Uhr ab Johanniscafé.


Veranstaltungsort: Taufkirchen, Kinocafé
Beginn: 20:00 Uhr

Dienstag, 03.03.26: BULDING CARING CITIES FROM BELOW

Vorstellung der Kampagne BULDING CARING CITIES FROM BELOW durch die Münchner Gruppe mit anschl. Diskussion.

Wie erfolgreich für das gute Leben für alle kämpfen und gegen die Vielfachkrise unserer Zeit und die menschenfeindlichen Antworten darauf? 

Die Kampagne „Building Caring Cities from Below“ schlägt vor: Indem wir die Frage nach Care / Fürsorge / Reproduktion ins Zentrum stellen. Und selbst die Care-Strukturen (weiter aus-)bauen, die wir für unsere emanzipatorischen Kämpfe brauchen.

Wir brauchen umfassende emanzipatorische Antworten auf die Frage, wie wir unsere Bedürfnisse auf dem Weg zu einer besseren Welt erfolgreich befriedigen können, ohne dabei alte Herrschaftsverhältnisse fortzuführen oder neue zu schaffen.

Wir brauchen Caring Cities und regionale Care-Vernetzungen! Und wir müssen sie selbst „from below“ aufbauen, weil wir auf etablierte staatliche oder private Strukturen nicht zählen können. 

Elementar sind dabei Careprotokolle, die Reproduktionsarbeit langfristig sichtbar und gestaltbar machen, dabei nicht ausschließlich auf „natürlich gewachsenes“ setzen und über das Klein-Klein einzelner Gruppen oder Freundeskreise hinauszielen. Wir haben in den letzten zwei Jahren vier solcher Leitfäden entwickelt, die wir beständig weiterentwickeln und die mittlerweile von Hamburg bis Graz diskutiert werden.

Gemeinsam mit euch möchten wir Erfahrungen austauschen und konkrete Ansätze (weiter-)entwickeln, wie wir Fürsorge emanzipatorisch organisieren können - in Verbindung von städtischen und regionalen Kontexten.

Veranstalterin: AGI Dorfen


Veranstaltungsort: Dorfen, GIKS
Beginn: 19:30 Uhr

 

Leslie Schwartz
Ein Überlebender des KZ-Außenlagers Mühldorf erinnert sich

Der 14-jährige wird im Mai 1944 in das Konzentrationslager Auschwitz gebracht. Seine Familie wird in den Gaskammern ermordet. Er wird weiter in das Konzentrationslager Dachau transportiert, wo er zunächst als Zwangsarbeiter im Außenlager Mühldorf/Mittergars eingesetzt wird.

Kurz vor Kriegsende wird das KZ-Außenlager Mühldorf evakuiert. In der Nacht vom 25. auf 26.April 1945 werden die KZ-Häftlinge in die Waggons gepfercht. Ein Zugtransport mit 3600 KZ-Häftlingen der Bunkerbaustelle Mühldorf ist mit unbekanntem Ziel unterwegs in Richtung Konzentrationslager Dachau. Leslie Schwartz befindet sich in diesem Transport.
Der Zug kommt wegen Tieffliegerangriffen nur langsam voran. Er passiert Dorfen und Markt Schwaben. Wegen eines Maschinenschadens muss er in Poing eine längere Zwangspause einlegen.

Die Häftlinge rebellieren gegen Hunger und Eingesperrtsein. Sie werden zunächst freigelassen. Wer noch laufen kann flüchtet und dringt auf der Suche nach Essbarem in die umliegenden Bauernhöfe ein. Auch Leslie Schwartz ist unter den Nahrungssuchenden. Eine Bäuerin versorgt ihn. Auf Befehl eines Wehrmachtsleutnants müssen die KZ-Häftlinge mit Waffengewalt
zurück in die Waggons getrieben werden. Wer zu fliehen versucht, wird erschossen.

Nur mit Glück und ärztlicher Hilfe nach seiner Befreiung überlebt Leslie Schwartz das Massaker in Poing und den Todestransport. Er wird in Tutzing von amerikanischen Truppen befreit.
Nach seiner Befreiung lebt er kurze Zeit in Deutschland, bevor er in die USA auswandert. Er heiratet und gründet eine Familie. Nach dem Tod seiner Frau heiratet er nochmal. Immer wieder besucht er Deutschland und hält Vorträge an Schulen. Als Anerkennung für seine Arbeit wird ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Termine

9.02.26 | 19:00 - 21:00
| Offenes Treffen

OT: ÖPNV
Dorfen, GIKS
10.02.26 | 18:00 - 20:00
| Kundgebung

Kundgebung für Demokratie und gegen Rechts
Taufkirchen, Nähe Bürgersaal
12.02.26 | 20:00
| Film

Streik am Ende der Welt
Taufkirchen, Kinocafé
14.02.26 | 13:00
| Demo

Demo gegen die NATO-"Sicherheitskonferenz"
München, Stachus
16.02.26 | 20:00
| Arbeitstreffen

AGI Arbeitstreffen
Dorfen, GIKS
23.02.26 | 19:00 - 21:00
| Offenes Treffen

OT: Klimawandel
Dorfen, GIKS
2.03.26 | 20:00
| Arbeitstreffen

AGI Arbeitstreffen
Dorfen, GIKS
3.03.26 | 19:30
| AGI-Veranstaltung

BULDING CARING CITIES FROM BELOW
Dorfen, GIKS
10.04.26 | 20:00
| Ausstellung

Ausstellungseröffnung: "Vergessene" Geschichte - Berufsverbote
Dorfen, GIKS
24.04.26 | 19:30
| AGI-Veranstaltung

Klimakollaps und soziale Kämpfe
Dorfen, GIKS

"Die majestätische Gleichheit vor dem Gesetz verbietet es Reichen wie Armen, unter den Brücken zu schlafen, Brot zu stehlen und auf den Straßen zu betteln"

Anatole France