Karl Korsch – Von revolutionärer Hoffnung und konterrevolutionärer Erfahrung

Donnerstag, 28. Oktober 2021 | 20:00 Uhr
Ort : München, EineWeltHaus

Bertolt Brecht schrieb über Karl Korsch: „Mein Lehrer ist sehr ungeduldig. Er will alles oder nichts.“ Und in der Tat, Korschs intellektuelle und politische Biographie ist gekennzeichnet von revolutionärer Ungeduld und der Ernüchterung in nicht-revolutionären Zeiten. Entwickelte er sich enthusiastisch nach der Novemberrevolution zum (partei-)kommunistischen Intellektuellen, wurde er bald eingekeilt zwischen erstarkendem Stalinismus und Faschismus. Korsch revidierte später verschiedene Ansätze seines Denkens und blieb dem Marxismus dennoch verbunden – bereits 1922 waren ihm ewige Wahrheiten zuwider, „denn eine unwandelbare, unvergängliche Idee wäre natürlich zugleich eine nicht mehr entwicklungsfähige Idee.“ Ein Vortrag über die Geschichte und Gegenwart eines vergessenen Denkers.

Referent: Stefan Weise

Eine Veranstaltung des DGB Bildungswerk Bayern in Kooperation mit der Münchner Volkshochschule.

Teilnahmegebühr € 5.-. Anmeldung erforderlich: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ort: EineWeltHaus, Schwanthalerstr. 80, München, Raum Werkstatt im Flachbau

 
 

Termine

28.10.21 | 19:00
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München, EineWeltHaus
28.10.21 | 20:00 - 22:00
| Veranstaltung

Karl Korsch – Von revolutionärer Hoffnung und konterrevolutionärer Erfahrung
München, EineWeltHaus
5.11.21 - 7.11.21
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5.11.21 | 19:00
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11.11.21 | 19:00
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11.11.21 | 20:00
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17.11.21 | 19:00
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"Wohltätigkeit ist das Ersaufen des Rechts im Mistloch der Gnade."

Johann Heinrich Pestalozzi

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