Banditi e ribelli - Die italienische Resistenza 1943 bis 1945

Montag, 11. Februar 2019 |
Ort : München

Die italienische Resistenza: Der Widerstand in Italien gegen Faschismus und deutsche Besatzung

Die fotodokumentarische Ausstellung "Banditi e Ribelli" vom Geschichtsinstitut ISTORECO Reggio Emilia und CultureLabs Berlin erzählt die Entwicklung des Partisanenkrieges in Italien zwischen 1943 und 1945.
Kurze chronologisch aufgebaute Texte des Historikers Santo Peli und mehr als 120 Fotografien dokumentieren das Leben und die Anstrengungen der jungen Frauen und Männer, die gegen den Krieg, gegen Faschismus und gegen die Greuel der deutschen Besatzung kämpften.

Die Auseinandersetzung mit der Geschichte des NS und Faschismus, mit seinen Verbrechen und dem Widerstand dagegen wird durch die beunruhigenden aktuellen politischen Entwicklungen in nahezu allen Staaten Europas zunehmend brisant. Die Relativierung der Verbrechen durch Nazis und Faschisten, die Zunahme von offenem Rassismus in Staat und Gesellschaft, die alltägliche Gewalt gegen Geflüchtete, Migrant*innen und gegen alle, die gemäß neofaschistischer Zuschreibung deklassiert werden, sind europaweit zu verzeichnen.

11.02.bis 28.02.2019 im Jugend-Kulturprojekt und Kunstgalerie sk
Schrenkstr. 8, 80339 München
Öffnungszeiten: Täglich 14 - 19 Uhr

07.03. bis 11.03.2019 im Wohn- und Kulturzentrum für Geflüchtete Bellevue di Monaco
Müllerstr. 2-6, 80469 München
Öffnungszeiten: Täglich 14 - 19 Uhr

 

 

BEGLEITPROGRAMM

MO 11.02. Eröffnungsveranstaltung

Prof. Santo Peli, Historiker, Padua
Steffen Kreuseler, Istoreco Reggio Emilia
sprechen über die aktuelle Diskussion und die Bedeutung der Resistenza in Italien
Musikalische Begleitung:  folk“core“ (Rinascita)
19 Uhr im Kösk, Schrenkstr. 8

DO 14.02. Geschichte des Faschismus in Italien  –  ein Überblick

Vortrag von Dr. Friederike Hausmann, Politologin und Publizistin, München

Ende Oktober 1922 übernahmen die Faschisten unter Mussolini in Italien als erste die Macht in einem europäischen Land.
Warum gerade in Italien?
Wer waren die Unterstützer*innen?
Wie funktionierte dieses Herrschaftssystem?
Wie veränderte es die Gesellschaft?
19 Uhr im Kösk, Schrenkstr. 8

MO 18.02. Film „Rom, offene Stadt“

Spielfilm, Italien 1944/45, R: Roberto Rossellini
mit Aldo Fabrizi, Anna Magnani
Einführung: Friedbert Mühldorfer
Rom 1944: Die SS macht Jagd auf Mitglieder und Helfer*innen einer Widerstandsgruppe. Der Film, noch während des Krieges konzipiert, liefert ein eindringliches Portrait der Menschen und der Stadt in der Zeit der deutschen Besatzung.
19 Uhr im Kulturladen Westend, Ligsalzstr. 44

DO 21.02. „Zwangsarbeit für die Verbündeten“

Vortrag von Dr. Gabriele Hammermann, Mitglied der Deutsch-Italienischen Historikerkommission, seit 2009 Leiterin der KZ-Gedenkstätte Dachau

Das immer noch wenig bekannte Schicksal der italienischen Militär-Internierten in Deutschland 1943 bis 45.
Nach dem Waffenstillstand Italiens mit den Alliierten im September 1943 besetzten die deutschen Truppen nicht nur Mittel- und Norditalien, sondern zwangen auch etwa 600000 italienische Soldaten erbarmungslos zur Zwangsarbeit in deutschen Lagern. Um ihnen den Kriegsgefangenenstatus vorzuenthalten, wurden sie als „Militärinternierte“ behandelt ...
19 Uhr im Kösk, Schrenkstr. 8


Wegen der großen Nachfrage am 18.2. ein zweites Mal im Programm:

22.02. Film „Rom, offene Stadt“

Spielfilm, Italien 1944/45, R: Roberto Rossellini (im italienischen Original mit deutschen Untertiteln)
mit Aldo Fabrizi, Anna Magnani
Einführung: Friedbert Mühldorfer
Rom 1944: Die SS macht Jagd auf Mitglieder und Helfer*innen einer Widerstandsgruppe. Der Film, noch während des Krieges konzipiert, liefert ein eindringliches Portrait der Menschen und der Stadt in der Zeit der deutschen Besatzung.
19 Uhr im Kö?k, Schrenkstr. 8

SO 24.02. Erzählcafé

Münchner Italiener*innen und ihre Angehörigen erinnern sich, an die Resistenza, den Krieg, die Zeit danach …
Musikalische Begleitung:  folk“core“ (Rinascita e.V.)
11 Uhr im Kösk, Schrenkstr. 8

DI 26.02. Frauen im italienischen Widerstand

Vortrag von Nadja Bennewitz, Historikerin, Nürnberg

Sie haben mit der Waffe gekämpft, hatten politische Führungspositionen inne, überbrachten als Staffetten Nachrichten und Munition, organisierten Streiks und vieles mehr …
Ihrer Bedeutung sind sich die Partisaninnen bis heute bewusst: „Die Arbeit der Frauen war das Rückgrat der resistenza“, so Anna Malavasi, Kampfname „Laila“, im Jahr 2002.
19 Uhr im Kösk, Schrenkstr. 8

MO 04.03. Film „Herrenpartie“

Spielfilm, BRD/Jugoslawien 1964, R: Wolfgang Staudte, mit Götz George,
Rudolf Platte u.a.
Einführung: Friedbert Mühldorfer
Acht Herren eines deutschen Gesangsvereins haben ihren Urlaub im Süden beendet und fahren nach Hause. Aber sie verirren sich mit ihrem Bus und landen in einem Dorf, dessen Männer im Krieg als Geiseln erschossen wurden …
19 Uhr, Kulturladen Westend, Ligsalzstr. 44

SA 09.03. Italien heute,  Rassismus als Staatsräson?

Diskussionsveranstaltung mit Norma Mattarei (Rinascita e.V.) zur aktuellen politischen Situation in Italien und Aktivitäten der Zivilgesellschaft
19 Uhr, Bellevue di Monaco, Müllerstr. 2?–?6

SA 16.03. Abschlussveranstaltung: Lesung & Konzert

19:00 Uhr Lesung & Konzert mit der Überlebenden des Mädchenorchesters von Auschwitz Esther Bejerano und der Kölner Rapgruppe Microphone Mafia,
21.00 Uhr Konzert Bataquaerch (italienischer Folk-Punk mit Texten u.a. zur Partisanengeschichte).
Eintritt: 14,– €
19.00 + 21.00 Uhr im Feierwerk / Orange House, Hansastr. 39?–?41

 
 

Termine

20.03.19 | 19:00
| Veranstaltung

Integrativer Marxismus
München, EineWeltHaus
21.03.19 | 19:30
| Veranstaltung

Alte und neue Wege durch den Knast: Solidarität gegen Repression
München, Barrio Olga Benario
29.03.19 | 19:00
| Lesung

Arbeiter und Soldat
München, Kulturladen Westend

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